Stukos dieses Jahr ohne Pfadfinderstufe

(aus: Schlaglichter Nr.54/02)

Stufenkonferenz 2002


Seit einem Jahr nun gibt es keinen Arbeitkreis in der Pfadfinderstufe mehr und damit auch keine Veranstaltungen für Leiter und Leiterinnen der Pfadfinderstufe in der Diözese.

Vorbereitungskreis gefunden

Um diesen trotzdem eine Möglichkeit zu geben, an einer Stuko teilzunehmen und sich in ihrem Kreise auszutauschen, fanden sich im Herbst 2001 fünf Pfadfinderleiterinnen und –leiter zusammen, die sich bereit erklärten, die Stuko 2002 vorzubereiten. Mit viel Motivation gingen die fünf mit Unterstützung vom Diözesanvorstand durch Kerstin Fuchs an die Vorbereitung.

Thema: Wo stehen die Kids?

Das Thema war schnell gefunden. Die Veränderung der Lebenswelt von Pfadfindern und Pfadfinderinnen und die Folgen dafür für die Leiterinnen und Leiter der Stufe. „Wo stehen unsere Kids und wo müssen wir sie abholen?" „Wie können wir sie noch erreichen?" Das waren die Fragen, die wir stellen wollten. Dazu wurde ein engagierter Lehrer mit Erfahrung in der freien Jugendarbeit als Referent gefunden.

fünf Anmeldungen

Die Entäuschung war umso größer, als bei Anmeldeschluß nur fünf Leiter und Leiterinnen der Stufe ihr Kommen angekündigt hatten. Nachdem klar war, daß diese noch nicht mal alle komplett daran teilnehmen würden und auch nicht alle tatsächlich aktive Leiter der Stufe waren, sagten wir die Stuko ab. Mit so wenig Teilnehmer/innen sahen wir keine Möglichkeit, ein Wochenende zu gestalten, daß in vielen Teilen auf dem Austausch untereinander basierte.

Delegierte gewählt

Geblieben ist so nur die offizielle Stufenkonferenz am Freitag abend, da es zumindest galt, Delegierte für die Diözesanversammlung zu wählen, so daß wenigstens dort die Pfadfinderstufe vertreten ist. Die Frage, warum unser Wochenende so wenig Interesse fand, konnte jedoch auch non den dort Anwesenden nicht geklärt werden. Fest steht, daß alle Stufenkonferenzen in diesem Jahr längst nicht mehr den Zulauf hatten wie noch vor einigen Jahren. Die Pfadfinderstuko musste jedoch als einzige ausfallen.

Suche nach der Ursache

Was bleibt ist ein großes Fragezeichen. Woran liegt es, daß unsere Veranstaltungen nicht mehr Zuspruch finden, obwohl wir gleichzeitig immer wieder signalisiert bekommen, daß sich unsere Leiter und Leiterinnen Ausbildungsveranstaltungen wünschen?
Am Thema? An den Einladungen? Am Anmeldeschluß? Meist wird angeführt, daß man keine Zeit habe. Das Argument kann ich nachvollziehen. Andererseits ist „Zeit haben" eine Frage von Priorität. Und ich glaube, daß die Teilnahme an einer Ausbildungsveranstaltung gut investiert ist.

Dies weiß man jedoch erst, wenn man selbst teilgenommen hat.

Was bleibt?

Was bleibt, ist eine Pfadfinderstufe ohne Stuko und ohne Arbeitskreis. Ohne Stufenveranstaltungen ist es schwer, neue Leiter und Leiterinnen der Stufen kennenzulernen und für einen Arbeitskreis zu gewinnen.

Der Diözesanvorstand wird sich in diesem Jahr aber weiterhin verstärkt bemühen, Interessierte für die Pfadfinderstufe zu gewinnen. Denn die Pfadfinderstufe hat wie die anderen Stufen ihren eigenen Reiz. Die Leiter und Leiterinnen der Stufe sollten einen eigenen Arbeitskreis haben, der sie in ihrer Arbeit unterstützt, Ausbildungsveranstaltungen anbietet und die Stufe auf Diözesan- und Bundesebene vertritt.

Kerstin Fuchs, Diözesanvorsitzende und Ansprechpartnerin Pfadfinderstufe

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