Ich seh den Sternenhimmel...

(aus: Schlaglichter Nr.65/04)

Aus der Reihe "Ab ins Grüne"

Schritte in den TagWer sah sich im Sommerlager nicht schon mindestens einmal mit folgender Situation konfrontiert: Ein Pfadi kommt mitten in der Nacht zu Dir als Leiter ans Lagerfeuer und sagt: "Duuuuuuuuu???? Ich hab da ma ne Fraaaage!". Du bist gerade im Begriff mal langsam nachzuschauen, ob der Schlafsack innen auch schön warm ist und sagst: "Ja!" - "Wo ist eigentlich das Sternbild Kassiopeia?" Du schaust hoch und siehst viele viele viele Lichtpunkte im unendlichen Kosmos und denkst so bei Dir: "Ach, wenn es doch mal ein Wochenende gäbe, wo mir das einer erklären kann!?!"

Diese Situation gehört nunmehr der Vergangenheit an. Zumindest bei den zwölf Teilnehmern des "Sterngucker-Wochenendes des Pfadi-AKs". Drei Tage hieß es sich die Sterne einzuprägen, neue Erkenntnisse über das Weltall zu sammeln und Geschichten von nie da gewesener Glaubwürdigkeit zu hören. Angefangen hat alles in Heidelberg mit der Begrüßung durch die AKSternchen und vielen bunten Bildern von weit entfernten Sternenhaufen, Galaxien und Planeten. Dem Anlass entsprechend hat die Referentin für Schnick-Schnack und Firlefanz Stefanie Hatzenbühler eigenhändig für die Teilnehmer und die Teamer die Sterne vom Himmel geholt, die trotz ihres irdischen Daseins in der Nacht wunderbar leuchteten. So war es jedem möglich auch noch im Dunkeln zu sehen wer sich denn da auf einen zubewegt.

Besuch des Planetariums in MannheimNach gemeinsamem Abendessen (Jupitermonde im Haar der Berenike an Marsschlamm) und dem allgemeinen Kennen lernen konnten die Sterngucker mit ihrem persönlichen Horoskop etwas über sich erfahren (oder auch net) und ganz neue Begriffe von Mikro- und Makrokosmos kennen lernen. Da die Nacht recht kurz war ging es am nächsten Morgen dann gleich mit einem Knall los. "Big Bang" - der Ursprung von allem im Universum wurde vorgestellt. Hermine, ihres Zeichens Mitglied im AK der Pfadfinderstufe, sorgte mit ihrer Präsentation dafür, dass die Teilnehmer so manches in Erfahrung bringen konnten: Zum Beispiel, dass Quark nicht nur im Kühlschrank liegt, im Weltraum jede Menge kleiner Teilchen unterwegs sind und wie die Planeten unseres Sonnensystems entstanden. Außerdem wie es dort wirklich aussieht oder aussehen soll. Im zweiten Teil ging es an die Sternbilder. Jedes wichtige Sternbild vom 15. August 2005 um 22.30 Uhr (vorausgesetzt es herrscht wolkenfreier Himmel) wurde angeschaut. Natürlich durfte die entsprechende Geschichte dazu nicht fehlen.

In der Sternwarte in HeppenheimNach einem inputreichen Vormittag, einem leckeren Mittagessen (Mondkalbgeschnetzeltes) und einem wunderbaren Gottesdienst von Markus Wigbert Konrad (Danke an dieser Stelle noch mal!) starteten die beiden Sternenschiffe USS Gonsenheim und USS Weiterstadt, um das Planetarium Mannheim anzusteuern. In bequemen Sesseln ging es auf die Reise durch unser Sonnensystem zu den äußeren Riesenplaneten und wie es denn dort ausschaut. Im Vorfeld konnte man sich dort noch einmal von bequemer Lage aus die Sterne in ihrer unendlichen Schönheit anschauen.

Doch die beiden Sternenschiffe sollten sich noch einmal auf den Weg machen: Nächstes Ziel war Heppenheim, genauer: Die Sternwarte unter der Starkenburg. Auf einem historischen Berg (Heldon) liegt eine Sternwarte, die von Hobbyastronomen betrieben wird. Nach einem Rundgang und dem erfolgreichen Eröffnen der Kuppel sah man aber leider nur viele Wolken. Ein bis fünf Sterne haben sich zwar getraut mal runterzuschauen, aber zu wenig um sich den Kosmos mit Hilfe der Ausrüstung der Sternwarte mal näher anzuschauen. Dennoch war der Abend sehr interessant. Der erste Vorsitzende des Sternwartenvereins nahm sich viel Zeit für viele Fragen und brachte den Sternguckern die Sonne näher und wie man ganz einfach mit recht wenigen Hilfsmitteln auch in der Gruppenstunde Sonnenbeobachtung durchführen kann.

Glühwein zum Ausklang des ProgrammsUnd weil man gerade an historischer Stelle war eroberte man ein kleines Stück des Planetenweges von Heldon und landete in einer Raumbasis mitten im Wald. Hier gab es zur Überraschung Glühwein - lecker zubereitet von der Heppenheimer DPSG (Vielen lieben Dank auch hier noch mal!).

Doch allzu bald ging es wieder zurück, leider immer noch bewölkt und auch der ein oder andere Regentropfen hat es geschafft, durchzubrechen. Am Sonntagmorgen ging es dann nach einem reichhaltig, lecker zubereiteten Frühstück in Selbstversuchen weiter: Teleskope, Kompasse, Mini- Planetarien, Sonnenteleskope und viele andere nützliche Dinge wurden gebastelt unter der Aufsicht unserer Referentin für Schnick-Schnack und Firlefanz.

Doch wie soll ich meine Pfadis erleuchten? Dieser Frage gingen die Leiter in zwei Teams nach und gestalteten je ein Programm für mehrere Gruppenstunden und für das Sommerlager. Und schon war das Wochenende schon vorbei. Viel Input, jede Menge Geschichten, viel selbst Gebasteltes und recht müde stiegen die Teilnehmer in ihre Shuttles und traten den Heimweg an. Gerüchten zufolge sollen auch alle angekommen sein (irgendwann).

Und wenn das nächste Mal ein Pfadi kommt und nach einem Sternbild fragt, dann antwortet der Leiter: "Gut, dass ich auf dem Sternguckerwochenende war!" und erklärt ihm das Sternbild und was Kassiopeia überhaupt war...

Björn Burwitz, Pfadfinder-Arbeitskreis

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